Meine Krypto liegt bei einem ausländischen Anbieter, was ändert sich für mich durch den Meldestandard CARF?

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Simcha SchrijverDatum: 25.09.2026 | Woche 39 | Lesezeit: 6 Minuten
Autor: Simcha Schrijver

Das Wichtigste in Kürze

Mit dem Meldestandard CARF kann ein ausländischer Anbieter Daten zu Ihren Kryptotransaktionen an die Steuerbehörde seines Landes melden, die sie mit Österreich austauschen kann. Das heißt nicht, dass mit Ihrer Krypto etwas nicht stimmt. Es heißt aber, dass es klug ist, Ihre eigene Übersicht in Ordnung zu haben, bevor eine solche Meldung vorliegt.

Paucitas ist ein unabhängiges Sachverständigenbüro, das Hunderte Fälle im Jahr untersucht und legitimes Kryptovermögen feststellt. Fragen zur Herkunft kommen in der Praxis meist vom Finanzamt oder von der Bank. Paucitas hält Ihren Bestand zu einem Stichtag in einem Bericht fest, den jeder Schritt für Schritt nachvollziehen kann.

Nehmen Sie Kontakt mit Paucitas auf, dann erfahren Sie sofort, ob wir Ihnen helfen können.

Kurz gesagt

Eine Meldung zeigt, was ein Anbieter weiß. Ihre eigene Dokumentation zeigt die ganze Geschichte. Lassen Sie Paucitas diese Übersicht festhalten, solange die Daten noch leicht zu bekommen sind.

Ihre Krypto liegt nicht bei einem deutschen Anbieter, sondern bei einem Anbieter in einem anderen Land, oder verteilt auf eine ausländische Börse und eine eigene Wallet. Sie lesen, dass Kryptodaten künftig zwischen Ländern ausgetauscht werden, und fragen sich, was das für Sie bedeutet. Macht Ihnen das Sorgen? Das ist verständlich. Viele Menschen mit Krypto im Ausland stellen uns genau diese Frage.

Internationale rapportagestandaard: overzicht van cryptobezit bij buitenlandse aanbieders en eigen wallets

Was ist der Meldestandard CARF?

CARF ist ein internationaler Standard der OECD. Anbieter von Kryptodienstleistungen melden damit Daten zu den Transaktionen ihrer Kunden an die Steuerbehörde, damit Staaten diese Daten austauschen können. In der Europäischen Union ist der Standard in den Regeln umgesetzt, die als DAC8 bekannt sind. In Österreich ist die Grundlage das Krypto-Meldepflichtgesetz (Krypto-MPfG); Hinweise dazu gibt das Bundesministerium für Finanzen (BMF).

Laut der Europäischen Kommission gelten die DAC8-Regeln seit dem 1. Januar 2026, und die erste Meldung für dieses Jahr erfolgt zwischen dem 1. Januar und dem 30. September 2027. Anbieter erfassen also schon jetzt, was sie später melden müssen. Was DAC8 genau ist, lesen Sie kurz im Glossar unter DAC8.

Was ändert sich, wenn Ihr Anbieter im Ausland sitzt?

Sitzt Ihr Anbieter im Ausland, können Informationen über Ihre Transaktionen über die Steuerbehörde dieses Landes in Österreich ankommen. Der Weg hängt von der Situation ab. In der Praxis sehen wir vier Situationen:

  • Anbieter in einem anderen EU-Mitgliedstaat: er meldet in seinem Land, das die Daten mit Österreich austauscht;
  • Anbieter außerhalb der EU, der in der EU tätig ist: laut Europäischer Kommission muss er sich für diese Meldungen in einem Mitgliedstaat registrieren;
  • Anbieter außerhalb der EU ohne Tätigkeit in der EU: ob gemeldet wird, hängt von den Vereinbarungen zwischen diesem Land und Österreich ab;
  • eigene Wallet: hier meldet kein Anbieter, der Bestand steht aber auf der Blockchain.

Die Europäische Zentralbank weist darauf hin, dass die Regeln für Krypto weltweit zersplittert sind. Nicht jeder Anbieter meldet also auf die gleiche Weise oder zur gleichen Zeit. Das Bild, das beim Finanzamt entsteht, kann deshalb unvollständig sein. Ob das bei Ihnen so ist, wissen Sie erst, wenn jemand Ihre Situation nebeneinanderlegt.

Warum zählt Ihre eigene Dokumentation mehr als die Meldung?

Eine Meldung zeigt nur, was ein Anbieter über Sie weiß. Dieser Anbieter weiß nicht, dass Sie die Coins vorher woanders gekauft haben, sieht keine Überweisungen zwischen Ihren eigenen Wallets und verwendet manchmal einen anderen Kurs als Sie. Paucitas sieht vor allem bei Menschen mit Krypto bei mehreren Anbietern, dass jede Meldung für sich stimmt, zusammen aber kein schlüssiges Bild ergibt. Das muss kein Problem sein, solange Sie zeigen können, wie alles zusammenhängt.

Paucitas berät nicht steuerlich. Paucitas liefert die Grundlage; die Steuererklärung machen Sie selbst oder Ihr Steuerberater. Mehr dazu auf der Seite Krypto in der Steuererklärung.

Lassen Sie Paucitas draufschauen, dann wissen Sie, woran Sie sind, bevor eine Meldung vorliegt.

Ein Beispiel aus der Praxis

Ein Unternehmer hatte Krypto bei einer Börse außerhalb der EU, bei einem Anbieter in einem anderen Mitgliedstaat und in einer eigenen Hardware Wallet. Für jede Stelle hatte er ein eigenes Bild, aber keinen Überblick über das Ganze. Beim Festhalten zeigte sich, dass die Börse außerhalb der EU Belohnungen gutgeschrieben hatte, die in seinen eigenen Unterlagen fehlten. Außerdem war ein Teil des Bestands beim EU-Anbieter früher aus seiner eigenen Wallet eingezahlt worden. Eine Meldung würde das als neuen Zufluss zeigen. Mit der Übersicht von Paucitas waren beide Punkte festgehalten, mit Quelle und Datum.

Paucitas legt großen Wert auf Datenschutz und gibt niemals persönliche Daten von Mandanten weiter. Dies ist ein zusammengesetztes Beispiel: Namen, Beträge und Details weichen ab. Die Situation ist jedoch so, wie wir sie in der Praxis erleben.

Wie sieht eine Stichtagsübersicht aus?

Eine Stichtagsübersicht von Paucitas hält je Anbieter und je Wallet fest, was Sie an einem bestimmten Datum besaßen, zu welchem Kurs und auf Basis welcher Quelle. Sie ist so aufgebaut, dass sie Zeile für Zeile neben eine Meldung gelegt werden kann. Wo eine Angabe fehlt, steht das offen dabei. Mehr lesen Sie unter Kryptovermögen zum Stichtag festhalten und für Unternehmer auf der Seite für Geschäftsführer und Unternehmer.

Was Paucitas für Sie tut

Paucitas klärt die ganze Geschichte: welche Anbieter und Wallets es gibt, wie die Krypto hereinkam, welche Überweisungen dazwischen liefen und wie das zu Ihren Kontoauszügen passt. Paucitas führt alle Rückverfolgungen selbst durch, ohne Tracing-Tools. Außerdem wertet Paucitas alle relevanten Gespräche, Dokumente, E-Mails und sonstige Kommunikation aus, damit ein vollständiges Bild entsteht, mit einer Zeitachse und woher das gesamte Geld kam und wohin es ging, Schritt für Schritt. Sie erhalten einen Bericht, den jeder Schritt für Schritt nachvollziehen und verstehen kann, auch Ihr Steuerberater oder Ihre Bank.

Sie liefern, was Sie haben: Exporte von Anbietern, Wallet-Adressen und Kontoauszüge. Es muss nicht alles vollständig sein; Paucitas hilft beim Zusammentragen. Jede Untersuchung ist individuell. Sie erhalten vorab ein maßgeschneidertes Angebot, das wir gemeinsam besprechen, ohne Überraschungen. Die Bearbeitungszeit liegt zwischen demselben Tag und etwa zwei Wochen. Siehe auch Herkunft von Vermögen und Rückfragen zu Krypto in der Steuererklärung.

Anrufen können Sie jederzeit, rund um die Uhr, unter +31 20 244 5774. Über das Kontaktformular hören Sie innerhalb von 1 bis 3 Stunden von uns, und E-Mails beantworten wir innerhalb von 24 Stunden, meist noch am selben Tag.

Quellen: BMF, Automatischer Informationsaustausch (DAC 8); BMF, Meldeverfahren für Krypto-Dienstleister; Europäische Kommission, DAC8 (Englisch); EZB, blinde Flecken in Kryptomärkten (Englisch).

Haben Sie Fragen zu diesem Beitrag?

Nehmen Sie gern Kontakt mit Paucitas auf. Paucitas ist rund um die Uhr telefonisch erreichbar, auch abends und am Wochenende; am Telefon sprechen wir Englisch. Über das Kontaktformular antworten wir meist innerhalb von 1 bis 3 Stunden, gern auch auf Deutsch, und E-Mails beantworten wir innerhalb von 24 Stunden.

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Weitere kurze Antworten

Paucitas beantwortet häufige Fragen zur Krypto-Untersuchung auch kurz und klar in der Wissensdatenbank.

Häufige Fragen zum Meldestandard CARF

Was ist CARF?

Paucitas erklärt: CARF ist der OECD-Standard, nach dem Anbieter von Kryptodienstleistungen Daten über ihre Kunden an die Steuerbehörde melden. In der EU heißt die Umsetzung DAC8.

Was ist der Unterschied zwischen DAC8 und CARF?

Paucitas erklärt den Unterschied so: CARF ist der internationale Standard. DAC8 ist die europäische Regelung, die darauf aufbaut und die Meldungen in der EU regelt. DAC8 gilt seit dem 1. Januar 2026.

Bedeutet eine Meldung, dass das Finanzamt etwas vermutet?

Paucitas kann Sie beruhigen: Nein. Eine Meldung ist ein Datenaustausch, kein Verdacht. Trotzdem ist es klug, zeigen zu können, wie Ihr Bestand entstanden ist. Paucitas hält das für Sie fest.

Was hält Paucitas in einer Stichtagsübersicht fest?

Paucitas hält je Anbieter und je Wallet Ihren Bestand zum Stichtag fest, mit Kurs, den Überweisungen dazwischen und der Quelle für jede Zeile.

Berät Paucitas auch steuerlich?

Paucitas berät nicht steuerlich. Paucitas liefert die Grundlage. Die Steuererklärung machen Sie selbst oder Ihr Steuerberater, auf Basis eines Berichts, den jeder Schritt für Schritt nachvollziehen kann.

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