Wie wird Kryptovermögen bei einer Scheidung festgestellt?
Von R.T. (Tyler) Dijst, Blockchain-Analyst bei Paucitas
Was Paucitas tut
Wir erfassen zuerst die bekannten Wallets und Konten und suchen danach nach Beständen, die nicht angegeben wurden, indem wir von bekannten Adressen aus die Transaktionen verfolgen. Je gefundener Adresse bestimmen wir den Bestand und den Wert zum Stichtag, mit der verwendeten Kursquelle.
Eine reguläre Feststellung auf Grundlage angegebener Adressen ist in der Regel innerhalb von fünf Werktagen abgeschlossen. Kommt eine Suche nach nicht angegebenen Beständen hinzu, werden daraus zehn bis fünfzehn Werktage, weil jeder Zweig der Transaktionskette einzeln nachgegangen werden muss. Wir sagen vorab, welche Frist erreichbar ist und warum.
Was Sie liefern
Sie oder Ihr Anwalt liefern die bekannten Adressen, die Exporte der Börsen, die Kontoauszüge der beteiligten Konten und den Stichtag, der für den Zugewinnausgleich maßgeblich ist. Auch ein Verdacht ist brauchbar: eine Bildschirmaufnahme, der Name einer Plattform oder ein Datum kann schon ein Ansatzpunkt sein.
Was Sie bekommen
Sie bekommen einen Bericht mit den gefundenen Adressen, den Beständen und Werten zum Stichtag, dem Weg etwaiger Verschiebungen und einer Darstellung der Methode. Der Bericht ist darauf angelegt, in einem Zivilverfahren vorgelegt zu werden.
Wo ein Zweig der Kette endet, etwa bei einer Börse außerhalb Europas, steht das ausdrücklich im Bericht. Wir stellen keine Schlussfolgerung dar, die die Daten nicht tragen.
Wird während der Analyse eine Verschiebung kurz vor dem Stichtag sichtbar, halten wir Datum, Betrag und Zieladresse fest, ohne daraus eine rechtliche Bewertung abzuleiten. Die Einordnung dieser Feststellung ist Sache der Anwälte.
Wie Sie beginnen
Sie oder Ihr Anwalt schreiben an deutschland@paucitas.com mit einer kurzen Beschreibung und dem Stichtag. In einem ersten Gespräch legen wir den Rahmen fest, danach wissen Sie, was nötig ist und was es kostet.
Paucitas ist ein niederländisches Untersuchungsbüro in Amsterdam und arbeitet für Auftraggeber in Deutschland.
Welches Gewicht ein Gericht dem Bericht gibt, entscheidet das Gericht selbst.