Sachverständigengutachten
Das Wichtigste in Kürze
- Ein Sachverständigengutachten hält technische Feststellungen so fest, dass ein Dritter sie ohne Vorwissen prüfen kann.
- Es beschreibt Datenlage, Methode und Ergebnis, aber es urteilt nicht juristisch.
- Paucitas arbeitet als unabhängiges Untersuchungsbüro und liefert die technische Grundlage für Anwalt und Gericht.
- Belastbar wird ein Gutachten durch Quellenangaben, Transaktions-Hashes und eine offene Benennung der Grenzen.
- Zusagen zur Rückführung von Guthaben gehören ausdrücklich nicht dazu.
Was ist ein Sachverständigengutachten?
Ein Sachverständigengutachten ist ein Dokument, das die Feststellungen einer technischen Untersuchung nachvollziehbar festhält: welche Daten vorliegen, welche Schritte gegangen wurden und was daraus folgt. Der Begriff wird auch als Sachverständigenbericht verwendet.
Was kann ein Sachverständigengutachten bewirken?
Ein klar aufgebautes und nachvollziehbares Gutachten macht es für Dritte einfacher, die Feststellungen zu prüfen und einzuordnen. Ob die Feststellungen in einem Verfahren ausschlaggebend sind, ist keine Bewertung im Gutachten selbst; das Gutachten beschreibt, was technisch feststeht.
Trifft Paucitas im Gutachten juristische Aussagen?
Paucitas untersucht die Technik und unterstützt damit Rechtsanwälte und juristische Fachleute. Die juristische Würdigung bleibt bei ihnen; das Gutachten liefert die technische Grundlage.
Wie erstellt Paucitas ein Sachverständigengutachten zu Kryptovermögen?
Paucitas erstellt als unabhängiges Untersuchungsbüro Sachverständigengutachten zu Kryptovermögen. Wir legen die Feststellungen nachvollziehbar fest, damit ein Anwalt oder ein Gericht sie einordnen kann. Wir geben keinen Rechtsrat und machen keine Zusagen zur Rückführung. Bei Krypto-Sachverhalten verweisen BaFin und Bundesbank auf sorgfältige Dokumentation (siehe BaFin Verbraucher).
Häufige Fragen zum Sachverständigengutachten
Ein Sachverständigengutachten ist oft die Grundlage für eine Strafanzeige oder ein zivilrechtliches Verfahren. Es dokumentiert den Zahlungsstrom und den Herkunftsnachweis kontrollierbar.
Was gehört in ein Sachverständigengutachten?
Ein brauchbares Gutachten folgt einem festen Aufbau. Sechs Bestandteile sind in der Praxis entscheidend:
- Auftrag und Fragestellung, damit klar ist, was untersucht wurde und was nicht.
- Datengrundlage mit Herkunft, Zeitraum und Format der ausgewerteten Unterlagen.
- Methode, also welche Werkzeuge und Prüfschritte eingesetzt wurden und in welcher Reihenfolge.
- Feststellungen mit Belegen, bei Blockchain-Daten mit Adressen und Transaktions-Hashes zum Nachrechnen.
- Grenzen der Aussage, ausdrücklich getrennt von dem, was gesichert ist.
- Anlagen, die Rohdaten und Exporte für eine unabhängige Nachprüfung bereitstellen.
Fehlt einer dieser Bausteine, wird die Prüfung durch Anwalt, Gegenseite oder Gericht unnötig aufwendig.
Wie lange dauert ein Sachverständigengutachten?
Die Dauer richtet sich nach dem Umfang der Daten, nicht nach der Höhe des Schadens. Ein überschaubarer Fall mit wenigen Adressen und vollständigen Börsenexporten ist in einigen Arbeitstagen dokumentiert. Verteilen sich die Mittel über viele Wallets, mehrere Ketten oder Dienste, die Spuren verwischen, kommt die Rekonstruktion on-chain hinzu und der Zeitbedarf steigt deutlich. Vor Beginn klären wir daher den Umfang, die vorhandenen Unterlagen und den Detailgrad, den der Empfänger erwartet. Wer einen Gerichtstermin oder eine Frist kennt, nennt sie besser sofort, damit der Zeitplan darauf ausgerichtet wird.
Der Aufwand lässt sich vorab eingrenzen, wenn drei Dinge bekannt sind: die Anzahl der beteiligten Adressen, der Zeitraum, den die Auswertung abdecken soll, und die Frage, ob Rohdaten als Anlage beigefügt werden müssen. Auf dieser Basis nennen wir eine Bandbreite für Dauer und Umfang, bevor die Arbeit beginnt. Ändert sich der Auftrag später, halten wir die Änderung schriftlich fest, damit im Dokument nachvollziehbar bleibt, welche Fragen wann untersucht wurden.