Kryptobetrug melden: an welche Stellen können Sie sich wenden?

Kurz gefasst

Kryptobetrug melden Sie in Österreich bei der Polizei, also bei jeder Polizeiinspektion, und bei Ihrer Bank; unerlaubte Anbieter melden Sie zusätzlich der FMA. Für die Untersuchung, wohin Ihr Geld geflossen ist, wenden Sie sich an Paucitas: Wir rekonstruieren den Zahlungsweg über die Blockchain und halten ihn in einem nachvollziehbaren Bericht fest, mit dem diese Stellen weiterarbeiten können. Wir versprechen nicht, dass Ihr Geld zurückkommt. Rufen Sie uns rund um die Uhr an oder vereinbaren Sie ein kostenloses Erstgespräch.

Aktualisiert:

Simcha Schrijver, PaucitasTyler Dijst, PaucitasLieber direkt mit jemandem sprechen? Rund um die Uhr+31 20 244 5774

Was tun bei Kryptobetrug: was ist der erste Schritt?

Stellen Sie weitere Zahlungen ein und sichern Sie alles: Transaktions-Hashes, Wallet-Adressen, die Kommunikation und die Angaben zur Plattform. Lassen Sie den Zahlungsweg von Paucitas untersuchen und in einem Bericht festhalten; mit diesem Bericht erstatten Sie Strafanzeige bei der Polizei und melden den Vorfall Ihrer Bank. Zahlen Sie nichts an Anbieter, die eine Rückholung Ihres Geldes versprechen.

Was Sie heute schon festhalten können
  • die Transaktions-Hashes und Wallet-Adressen jeder Einzahlung und Auszahlung;
  • Kontoauszüge mit den Zahlungen, mit denen Sie Krypto gekauft oder überwiesen haben;
  • Chats, E-Mails, Telefonnummern sowie Name und Webadresse der Plattform;
  • Screenshots Ihres Kontos auf der Plattform, mit sichtbarem Saldo und Datum;
  • eine kurze Zeitleiste: Wie sind Sie auf den Anbieter gestoßen, und wann haben Sie was gezahlt?

Reagieren Sie nicht auf Nachrichten, die noch eine Zahlung für Steuern, Freischaltung oder Auszahlung verlangen. Das sind bekannte Merkmale desselben Betrugs in einer zweiten Runde.

Kryptobetrug melden: an welche Stellen können Sie sich wenden?

Die Anzeige bei der Polizei ist die Grundlage. Dazu kommen Ihre Bank für die Zahlung, die FMA für unerlaubte Anbieter und Paucitas für die sachliche Untersuchung des Geldflusses. Diese Wege laufen nebeneinander und schließen sich nicht aus.

Die Stellen im Überblick
  • Polizei: Die Strafanzeige können Sie bei jeder Dienststelle erstatten.
  • Anzeige bei der Polizei: In Österreich erstatten Sie Anzeige bei jeder Polizeiinspektion; eine Online-Anzeige ist für Betrug derzeit nicht vorgesehen. Hinweise zur Vorbeugung gibt die Kriminalprävention des Bundeskriminalamts (bundeskriminalamt.at).
  • Staatsanwaltschaft: Sie leitet das Verfahren und kann bei Krypto-Börsen Auskunft ersuchen.
  • FMA: Anbieter, die ohne Konzession Finanzdienstleistungen erbringen, können Sie der FMA melden; die Behörde veröffentlicht dazu Warnungen.
  • Ihre Bank: Melden Sie die Überweisung, damit die Bank prüfen kann, ob eine Rückholung im Zahlungsverkehr noch möglich ist.
  • Anwalt: Für die zivilrechtliche Seite und für den Zugang zur Akte.
  • Paucitas: Für die sachliche Untersuchung des Geldflusses und den Bericht, auf den die genannten Stellen aufbauen können.

Welche Stelle ist wofür zuständig?

Die Stellen haben unterschiedliche Aufgaben. Keine von ihnen findet für Sie heraus, wohin Ihre Kryptowährungen geflossen sind. Wer die Rollen kennt, spart Zeit und richtet die Anfrage gleich an die richtige Adresse.

Aufgaben und Grenzen der einzelnen Stellen
  • Polizei. Nimmt die Anzeige auf und leitet das Ermittlungsverfahren ein. Zuständig ist jede Polizeiinspektion; eine Online-Anzeige ist für Betrug derzeit nicht vorgesehen.
  • Staatsanwaltschaft. Führt das Verfahren und kann Auskunft und Sicherung bei einer Krypto-Börse anordnen. Nur über diesen Weg lassen sich Kundendaten zu einer Adresse anfordern.
  • FMA. Beaufsichtigt Finanzdienstleister und veröffentlicht Warnungen zu Anbietern ohne Konzession. Sie ersetzt keinen Verlust und vertritt keine Einzelinteressen, sammelt aber Hinweise auf unerlaubte Geschäfte.
  • Ihre Bank oder Ihr Zahlungsdienst. Bei einer Überweisung aus den letzten Tagen kann geprüft werden, ob der Betrag im Zahlungsverkehr noch aufzuhalten ist. Banken sind zudem an das Geldwäschegesetz gebunden.
  • Krypto-Börse am Endpunkt. Wenn die Spur bei einer Börse endet, kann diese den Bestand einfrieren. Sie tut das in der Regel nur auf Ersuchen einer Behörde, nicht auf Ihre Bitte.
  • Konsumentenschutz (VKI oder Arbeiterkammer) oder Anwalt. Für die zivilrechtliche Seite, also Rückforderung und Haftung, brauchen Sie rechtliche Vertretung. Paucitas erteilt keine Rechtsberatung.

Was gehört in eine Strafanzeige bei Kryptobetrug?

Paucitas erklärt: Je konkreter die Anzeige, desto besser lässt sie sich bearbeiten. Gehören hinein: jede Zahlung mit Datum und Betrag, die Transaktions-Hashes und Empfängeradressen, die Angaben zur Plattform und die vollständige Kommunikation. Eine technische Rekonstruktion des Zahlungswegs können Sie als Anlage beifügen.

Die Unterlagen im Einzelnen
  • Datum, Betrag und Währung jeder Zahlung, in Euro und in Kryptowährungen;
  • die Transaktions-Hashes und die Empfängeradressen;
  • Name, Domain und, wenn bekannt, die Firmenangaben der Plattform;
  • Screenshots des Dashboards, der Auszahlungsanfrage und der Ablehnung;
  • die vollständige Kommunikation, auch aus Messenger-Diensten, als Export;
  • Ihre Kontoauszüge zu den Ein- und Auszahlungen.

Mit einem Bericht als Anlage muss die Sachbearbeitung die Transaktionskette nicht selbst nachvollziehen, was die Bearbeitung erfahrungsgemäß erleichtert. Endet die Spur bei einer Börse unter Aufsicht, sieht die Staatsanwaltschaft sofort, wo sie Auskunft ersuchen kann.

Warum zuerst untersuchen und dann anzeigen

Kryptobetrug melden und den Geldfluss untersuchen sind zwei getrennte Schritte, die sich gut ergänzen. Eine Anzeige ohne Belege ist eine Schilderung; eine Anzeige mit Hashes, Zeitpunkten und dem Endpunkt des Zahlungswegs ist ein Fall, mit dem eine Behörde arbeiten kann. Je früher Sie handeln, desto größer ist die Chance, dass eine Börse ein Guthaben noch sichern kann. Haben Sie schon Anzeige erstattet, reichen Sie den Bericht unter Ihrem Aktenzeichen nach.

Wer untersucht Betrug mit Krypto-Anlagen?

Paucitas untersucht als unabhängiges Expertenbüro, an welche Adressen und Dienstleister Ihre Kryptowährungen geflossen sind und wo die Spur erkennbar endet. Wir liefern ein sachliches Bild und halten die Tatsachen in einem Bericht fest, der auch außerhalb unseres Büros überprüfbar ist.

So arbeitet Paucitas

Paucitas führt das gesamte Tracing selbst durch, ohne Tracing-Tools. Wir verfolgen jede Transaktion einzeln, von Ihrer ersten Einzahlung bis zu dem Punkt, an dem das Geld bei einem erkennbaren Dienst ankommt, etwa einer Börse mit Identifizierungspflicht. Wo die Sicherheit endet, zum Beispiel bei einem Mixer, steht das offen im Bericht.

Paucitas stellt nicht selbst fest, wem eine Adresse gehört. Wir halten fest, wo die Spur bei einem Anbieter mit Kundendaten endet, damit Polizei oder Staatsanwaltschaft dort weitermachen können.

Was können Sie erwarten und was nicht?

Sie können einen überprüfbaren Bericht erwarten, der Ihren Fall konkret macht. Was Sie nicht erwarten können, ist ein Versprechen, dass Ihre Mittel wiedererlangt oder Guthaben eingefroren werden; das liegt bei der Behörde oder beim Gericht. Wir arbeiten ohne Versprechen und ohne Erfolgsprovision.

Vorsicht vor einem zweiten Betrug

Nach dem ersten Schaden melden sich oft Anbieter, die gegen Vorauszahlung versprechen, Ihr Geld zurückzuholen. Sie geben sich als Kanzlei, Behörde oder Rückholfirma aus und kennen manchmal genau den verlorenen Betrag. Das ist ein Recovery Scam. Bei Paucitas erhalten Sie vorab ein individuelles Angebot, damit Sie wissen, woran Sie sind.

Ein Beispiel aus der Praxis

Ein zusammengesetztes Beispiel mit geänderten Details: Ein Rentner legte über eine Plattform an, die angeblich im Ausland saß. Nach einem ersten Gewinn war eine Auszahlung nur gegen eine weitere Zahlung möglich. Paucitas verfolgte seine Einzahlungen über mehrere Zwischenadressen bis zu einer Börse mit Identifizierungspflicht in der EU. Mit dem Bericht erstattete er Anzeige; die Staatsanwaltschaft wusste sofort, bei welcher Börse sie Auskunft ersuchen konnte.

Externe quelleDie rechtliche Grundlage der Anzeige steht in § 80 StPO, die Einordnung des Betrugs in § 146 StGB. Anzeige erstatten Sie bei jeder Polizeiinspektion, siehe Wie erstatte ich Anzeige?; Anbieter ohne Konzession nennt die FMA in ihren Warnungen.

Was können Sie jetzt tun?

Paucitas weiß: Betrogen zu werden ist belastend, und viele schämen sich dafür. Dazu gibt es keinen Grund. Melden Sie sich gern; wir schauen ehrlich, was sich verfolgen lässt, und sagen Ihnen, was realistisch ist.

Rufen Sie uns rund um die Uhr an unter +31 20 244 5774, nutzen Sie das Kontaktformular (Sie hören innerhalb von 1 bis 3 Stunden von uns) oder schreiben Sie uns eine E-Mail (Antwort innerhalb von 24 Stunden, meist am selben Tag). Das Erstgespräch ist kostenlos und unverbindlich; Sie erhalten vorab ein individuelles Angebot.

Haben Sie eine Frage zu Ihrer eigenen Situation?

Nehmen Sie gern Kontakt mit Paucitas auf. Paucitas ist rund um die Uhr telefonisch erreichbar, auch abends und am Wochenende; am Telefon sprechen wir Englisch. Über das Kontaktformular antworten wir meist innerhalb von 1 bis 3 Stunden, gern auch auf Deutsch, und E-Mails beantworten wir innerhalb von 24 Stunden.

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Häufige Fragen

Kurze Antworten auf die Fragen, die wir am häufigsten bekommen.

Kryptobetrug melden: welche Stelle kommt zuerst?

Paucitas rät: Zuerst die Polizei. Die Anzeige ist die Grundlage für alles Weitere, auch für Anfragen an eine Krypto-Börse. Bank und FMA folgen danach.

Lohnt sich eine Anzeige bei kleinen Beträgen?

Paucitas: Ja. Einzelanzeigen zum gleichen Anbieter werden zusammengeführt; erst dadurch wird ein Muster erkennbar. Für die Verfahrensakte zählt jede Meldung.

Kann ich Kryptobetrug anonym melden?

Paucitas erklärt: Der FMA können Sie einen Hinweis geben, ohne selbst Partei zu sein. Eine Anzeige erfordert dagegen Ihre Angaben, weil Sie Opfer im Verfahren sind.

Was passiert, nachdem ich Anzeige erstattet habe?

Paucitas weiß aus der Praxis: Die Staatsanwaltschaft prüft, ob und wie das Verfahren geführt wird. Das kann dauern. Eine eigene Untersuchung des Zahlungswegs ist davon unabhängig und kann parallel laufen.

Hilft eine Meldung bei der FMA, meine Mittel wiederzuerlangen?

Paucitas: Das hängt von Ihrer Situation ab. Haben Sie noch Zugriff auf ein eigenes Wallet oder Konto mit Guthaben, gibt es manchmal noch Möglichkeiten. Wurde alles an die Betrüger überwiesen, sieht es anders aus. Aus der Ferne lässt sich das nicht sagen. Paucitas sieht sich zuerst Ihre Situation an und sagt Ihnen ehrlich, was möglich ist und was nicht. Seien Sie vorsichtig bei Anbietern, die im Voraus versprechen, dass Ihr Geld zurückkommt. Unsicher? Kontaktieren Sie Paucitas, dann wissen Sie, woran Sie sind.

Wie lange dauert eine Untersuchung und was kostet sie?

Paucitas rechnet mit einer Dauer von einem Tag bis etwa zwei Wochen, je nach Zahl der Transaktionen und Netzwerke. Das Erstgespräch ist kostenlos; danach erhalten Sie vorab ein individuelles Angebot.

Unabhängiges Expertenbüro

Von Amsterdam aus für ganz Österreich

Alles geht vollständig digital. Lieber persönlich? Dann sind Sie in unserem Büro in Amsterdam herzlich willkommen, nach Vereinbarung.

Paucitas ist ein unabhängiges Expertenbüro aus Amsterdam, das für Mandanten in ganz Österreich Anlagebetrug und Kryptobetrug untersucht, die Herkunft und Rechtmäßigkeit von Kryptovermögen feststellt und Sachverständigengutachten für Gerichtsverfahren und Compliance erstellt.

Ihre eigene Situation

Wenn Sie das lesen, haben Sie wahrscheinlich eine Frage zu Ihrer eigenen Situation. Genau das ist die Arbeit von Paucitas.

Der erste Schritt ist bei uns das Erstgespräch, ein Telefonat, das Sie per Anruf oder über das Kontaktformular vereinbaren. Die Gespräche führen wir auf Deutsch. Im Erstgespräch sehen wir gemeinsam, was sich in Ihrem Fall sachlich feststellen lässt und was Paucitas für Sie untersuchen kann.

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